Lehrstuhl für Umwelt- und Klimapolitik

Prof. Dr. Miranda Schreurs
Raum: B.256
Telefon: 089/ 907793 - 220
E-Mail: miranda.schreurs@hfp.tum.de
Resumé
Prof. Miranda Schreurs (Ph.D.,University of Michigan) ist Inhaberin des Lehrstuhls für Klima- und Umweltpolitik an der Hochschule für Politik der Technischen Universität München. Sie leitet ein Team aus Postdocs, Promovierenden, Master- und Bachelorstudierenden, das sich mit den sozialen und politischen Dimensionen der Energiewende, des Klimawandels, des Naturschutzes, der Kreislaufwirtschaft, der Plastikverschmutzung und vielen weiteren Themen befasst. Ihre Forschung umfasst Umweltbewegungen, grüne Politik und klimapolitische Entscheidungsfindung in vergleichender und internationaler Perspektive. Zudem bringt sie ihr akademisches Wissen in die Politikberatung ein. Sie hat in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien gelebt und geforscht und spricht Englisch, Deutsch, Japanisch und Niederländisch. Für ihre Beiträge zum globalen Umwelt- und Klimaschutz erhielt sie 2025 die Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv.2023 wurde ihr der Nachhaltigkeitspreis der Technischen Universität München verliehen. Sie ist Vorsitzende des deutschen Komitees des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA ) sowie Vorstandsmitglied des Regulatory Assistance Project und des Instituts für Globale Umweltstrategien. Im Jahr 2011 wurde Prof. Schreurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Mitglied des Ethikrats für eine sichere Energieversorgung ernannt. Im Jahr 2016 wurde sie vom Deutschen Bundestag zum Mitglied des Nationalen Begleitgremiums berufen, das eingerichtet wurde, um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen und für mehr Transparenz bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu sorgen. Bis 2025 war sie Co-Vorsitzende des Gremiums, zunächst gemeinsam mit Klaus Töpfer und später mit Armin Grunwald. Sie war Mitglied des Deutschen Umweltrats (2008–2016) und fungierte sowohl als stellvertretende Vorsitzende als auch als Vorsitzende des Europäischen Beirats für Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Sie war Fulbright-Stipendiatin in Japan und Deutschland und studierte drei Jahre lang an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University. Außerdem war sie als Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft an der University of Maryland tätig. Von 2007 bis 2016 war sie Direktorin des Forschungszentrums für Umweltpolitik und Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Schlüsselpublikationen
Thomas Sattich, Espen Moe, Marco Grasso, Schreurs, M. and Shaohua Yan Eds. 2025 De Gruyter Handbook of Ocean Governance and Maritime Affairs. De Gruyter. Abstract
Miranda A. Schreurs (2024). “Jockeying for Climate Leadership Amidst Rising Global Tensions: China, the United States, and the European Union,” in Sebastian Biba, Europe in an Era of US-China Strategic Rivalry: Challenges and Opportunities from an Outside-in Perspective, Springer.
Jens Marquardt and Miranda Schreurs (2023). “Governing the Climate Crisis: Three Challenges for SDG 13,” in Lena Partzsch, ed. The Environment in Global Sustainability Governance: Perceptions, Actors, Innovations, Bristol Univ. Press, Chapter 2.
Dörte Ohlhorst and Miranda A. Schreurs (2023). “Global Sustainable Cities: Berlin Aims at Climate Neutrality,” in Daniel Spiegel-Feld, Katrina Miriam Wyman, and John J. Coughlin, Global Sustainable Cities: City Governments and Our Environmental Future. New York: New York University Press. Chapter 13.
Miranda Schreurs. 2023. “Implications of the Russian War on Ukraine for Climate Policy and the Geopolitics of Energy,” Canadian Journal of Russian and European Studies, 16(2): 90-113. doi.org/10.22215/cjers.v16i2.2765.
Fiona Kinniburgh, Henrik Selin, Noelle E. Selin, Miranda Schreurs. 2023. “When Private Governance Impedes Multilateralism: The Case of International Pesticide Governance,” Regulation & Governance, 17(2): 425-448, doi:10.1111/rego.12463.
Schreurs, M. 2002. Environmental Politics in Japan, Germany, and the United States Cambridge: Cambridge Univ. Press. Abstract
Miranda Schreurs. 2022. “Energy and Climate Politics in the European Union in light of the Russian War on Ukraine,” (in Japanese) Sekai, No. 296, June 2022.
Miranda Schreurs. 2021. “Reconstruction and Revitalization in Fukushima a Decade after the ‘Triple Disaster’ Struck: Striving for Sustainability and a New Future Vision,” Journal of Disaster Risk Reduction, 53
Schreurs, MA, Suckow, J. 2019: "Bringing Transparency and Voice into the Search for a Deep Geological Repository: Nuclear Waste Governance in Germany and the Role of the National Civil Society Board - Nationales Begleitgremium (NBG)" in Achim Brunnengräber, Maria Rosaria Di Nucci, eds. Conflicts, Participation and Acceptability in Nuclear Waste Governance An International Comparison Volume III, 2019, 293-310.
Miranda Schreurs and Elim Papadakis (2019). Historical Dictionary of the Green Movement, 3rd ed. Rowman and Littlefield.
Bedeutende Preise
Honorary Doctorate für Beiträge zu globalem Umweltschutz, Tel Aviv Univ. (Mai 2025)
Technical University of Munich Sustainability Award, 2023.
Erasmus Plus Teaching Grant to Tel Aviv Univ, Israel May 2018.
Erasmus Plus Teaching Grant to Hebrew Univ, Israel March 2018.
Sackler-Forschungsstipendium für herausragende Wissenschaftler, Universität Tel Aviv (2016-2017)
Leitung des Fulbright New Century Stipendienprogramms für herausragende Wissenschaftler (2009-2010)
Regents Preis für universitätsübergreifende Zusammenarbeit in der Lehre, verliehen durch den University System of Maryland Hochschulverbund (2005)
Harold und Margaret Sprout Preis - Honorable Mention, Bereich Umweltforschung, International Studies Association, Ehrenauszeichnung für Umweltpolitik in Japan, Deutschland und den USA, Cambridge University Press (2004)
SSRC-MacArthur Foundation, Stipendium "International Peace and Security in a Changing World" (1992-1994)