Dr. Céline Lauer
Ehemalige Doktorandin

Résumé
Dr. Céline Lauer war von 2019 bis 2024 Doktorandin an der Professur für Policy Analysis der Hochschule für Politik München/TUM.
Im Jahr 2014 schloss sie ihr Bachelorstudium der Chemie an der TU München mit einer Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Technische Chemie zu Biokraftstoffen ab. Parallel dazu begann sie ein Politikwissenschaftsstudium, das sie 2018 mit einer Diplomarbeit zur Kernenergiepolitik in Bayern abschloss, woraufhin sie den akademischen Grad eines Diplomaticus Scientiae Politicae Universitatis an der Hochschule für Politik München/LMU erlangte. Ihre darauffolgende Forschung fokussierte sich auf eine Politikfeldanalyse der Energiewende in Bayern.
Während ihrer Promotion arbeitete Lauer als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bayerischen Landtag und engagierte sich ehrenamtlich im kommunalpolitischen Bereich. Von 2020 bis 2024 war Lauer Promotionsstipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung.
Promotionsprojekt
Die Dissertation von Dr. Céline Lauer untersucht die Ursachen für die Diskrepanzen zwischen den politischen Zielen der Energiewende in Bayern und deren Umsetzung von 2011 bis 2022. Analysiert wird, wie sich die energiepolitischen Ziele über drei Regierungsphasen hinweg verändert haben. Drei Fallbeispiele aus dem Stromsektor zeigen, dass die Bayerische Staatsregierung selbstgesteckte Ziele verfehlte. Daraufhin werden drei Theoriefelder zur Erklärung herangezogen: räumliche Verteilungskonflikte, Politikerbe und politisch-strategischer Populismus.
Die Leistung der Forschungsarbeit besteht in der Erfassung fallübergreifend anwendbarer Theorien, die die Ursachen kontraktiver Entscheidungen im Zusammenhang mit der beschleunigten Energiewende in Bayern erklären. Es werden kausale Zusammenhänge zwischen innerparteilichen Uneinigkeiten im Umgang mit räumlichen Verteilungskonflikten und dem Gebrauch sogenannter Gefälligkeits-Populismus seitens politischer Akteure herausgearbeitet. In der Analyse wird außerdem deutlich, dass die Anwendbarkeit der Theorie des Politikerbes die Divergenz zwischen Zielen und Umsetzung maßgeblich beeinflusst.