Impact Clinic for Sustainable Cities

Das Lehrformat „Impact Clinic for Sustainable Cities“ wird vom TUM Future Learning Fund gefördert. Prof. Dr. Stefan Wurster und Andreas Marx leiten das interdisziplinäre Kooperationsprojekt mit verschiedenen deutschen Städten und Kommunen. Das Format wurde in Zusammenarbeit mit dem Urban Digitainability Lab (Link) entwickelt und sowohl im akademischen Sommersemester 2026 als auch im Sommer 2027 durchgeführt.
Projektbeschreibung
Kommunale Digitalisierungsprojekte adressieren zentrale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, bleiben jedoch häufig wirkungsarm, da komplexe, disziplinübergreifende Wechselwirkungen unzureichend berücksichtigt werden. Es fehlt an Formaten, die Studierende befähigen, unscharfe Transformationsprozesse evidenzbasiert, reflexiv und interdisziplinär zu gestalten. Daher hat das Urban Digitainability Lab (TUM Think Tank) in Zusammenarbeit mit der Professur für Policy Analysis ein Konzept entwickelt, das im Rahmen der oben genannten Förderlinie TUM-weit einsetzbar ist.
Die Impact Clinic for Sustainable Cities etabliert ein modellhaftes Projektformat, das die Digitalisierung im Kontext der „Twin Transition“ als systemische Gestaltungsaufgabe versteht. Studierende entwickeln die Fähigkeit, Lösungsräume für komplexe Problemlagen zu strukturieren, disziplinäre Perspektiven kritisch zu reflektieren und technologische Innovationen mit gesellschaftlichem Mehrwert zu verknüpfen.
Inhalt
In diesem Lehrformat verbinden wir die Tatkraft und akademische Erfahrung der Studierenden mit externen kommunalen Projektpartnern, die beispielsweise an der Mobilitätswende oder der Klimaanpassung arbeiten. Das Modul kontextualisiert die Digitalisierung im Rahmen der „Twin Transition“ als Hebel für resiliente und lebenswerte Städte. Basierend auf aktuellen Forschungsansätzen erarbeiten die Studierenden ein tiefes systemisches Verständnis der komplexen Schnittstellen zwischen Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau transformativer Kapazitäten. Um komplexe Prozesse zu steuern, erlernen die Studierenden angewandte Fähigkeiten zur Wirkungsmessung: Sie entwickeln robuste Indikatoren, die neben technischen Kennzahlen auch soziale und ökologische Faktoren – wie Teilhabe, Umweltqualität oder Verhaltensänderung – messbar machen.
Dieses Wissen übertragen die Studierenden direkt auf die konkreten Fälle der Partnerkommunen. Ziel ist es, Umsetzungslücken durch den Brückenschlag zwischen Forschung und Praxis zu schließen. Durch die Anwendung multidimensionaler Wirkungslogiken prüfen die Teams die Einbettung innovativer Maßnahmen in administrative Logiken und untersuchen deren Wechselwirkungen mit innerstädtischen Akteuren. Anstatt isolierte Lösungen zu betrachten, lernen sie, einen dynamischen Kreislauf aus Planen, Messen und Lernen zu etablieren, der Kommunen ermöglicht, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte werden die Studierenden durch unser Team tatkräftig unterstützt, wobei das Seminar nicht nur viel Raum für Eigeninitiative und Kreativität, sondern auch für den gegenseitigen Austausch und Peer-to-Peer-Feedback bietet.