Neue Studie untersucht die Grenzen von ‚Komplementärkoalitionen‘ in Baden-Württemberg
Anhand der ersten grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg (2016–2021) analysieren die Autoren das Konzept der sogenannten „Komplementärkoalition“, das beiden Partnern größere Gestaltungsspielräume in ihren jeweiligen Politikfeldern ermöglichen sollte. Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Modell nur teilweise erfolgreich umgesetzt wurde: Während die CDU die Innenpolitik weitgehend nach ihren Vorstellungen prägen konnte, erzielten die Grünen vor allem in der Beteiligungspolitik Erfolge. Die Studie verdeutlicht, wie wichtig innerparteiliche Geschlossenheit, institutionelle Rahmenbedingungen und bestehende politische Pfadabhängigkeiten für das Gelingen von Koalitionsregierungen in zunehmend fragmentierten und polarisierten Parteiensystemen sind.
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