HfP-Rektor Urs Gasser teilte kürzlich Erkenntnisse aus internationalen und interdisziplinären Forschungsinitiativen zur Künstlichen Intelligenz sowie Erfahrungen aus erster Hand aus seiner Arbeit als Regierungsberater.
Auf dem Internet Governance Forum (IGF) 2021 diskutierte Prof. Gasser in einer Eröffnungsveranstaltung, die vom polnischen Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz ausgerichtet wurde, über die Herausforderungen, mit denen Regierungen bei der Umsetzung nationaler KI-Strategien konfrontiert sind, mitunter dem Risiko unbeabsichtigter Folgen von KI-Implementierungen.
Bei der Eröffnungsveranstaltung des neuen Zentrums für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz in Berlin hob Rektor Gasser die verschiedenen Rollen hervor, die Regierungen bei der Förderung des Vertrauens in KI spielen können, wobei er sich auf die Funktionen als Regulierungsbehörde, Nutzerin und Koordinatorin konzentrierte. Er wies auf mögliche Konflikte zwischen diesen Rollen hin und erwähnte die Notwendigkeit, eine gesunde Dosis Misstrauen zu bewahren, wenn es um KI im öffentlichen Sektor geht.
Als Eröffnungsredner des Responsible AI Forum 2021, das vom Institut for Ethics in AI an der TUM School of Social Sciences and Technology veranstaltet wurde, betonte Gasser die wichtige Rolle der Ethik im aktuellen Diskurs über die Steuerung von KI. Er warnte sowohl vor "Ethik-Washing" als auch vor "Ethik-Bashing" und forderte stattdessen eine ganzheitliche Sicht auf verschiedene Normen, die dazu beitragen können, KI zum Nutzen aller Menschen fruchtbar zu machen.
