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Arbeit · Träume · Resilienz | Eine fotografische Reise von Rucha Vasumati Satish
Veranstaltung |
Bhauri* berichtet von ihrer unaufhörlichen Arbeit, Phooli* trägt das Brennholz fürs Abendessen jeden Tag rund sieben Kilometer und Savita* fühlt sich wie in einen kleinen Behälter eingesperrt. –
Fotografin Rucha Vasumati Satish eröffnet den Blick in ein System, in dem Frauen trotz Fremdbestimmung, Gewalt und existenzieller Abhängigkeit zu ihrer eigenen Stimme finden. Dabei erzählt sie die Geschichte einzelner und zugleich vieler Frauen zwischen Verantwortung für den eigenen Haushalt, den Agrarsektor, die gesamte ländliche Wirtschaft und von tief verwurzelten patriarchalen Machtstrukturen.
10.–30. Juni 2026 | Mo–Fr 7.30–22 Uhr
Hochschule für Politik München
Richard-Wagner-Straße 1
80333 München
Eintritt frei
Die Ausstellung fußt auf Studienergebnissen aus dem Projekt Disentangling and Preventing Economic Violence against Women (ECOVI) der Professur für Global Health an der Hochschule für Politik München, das vor Ort Initiativen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen umsetzt und evaluiert.
Das Projekt wird vom European Research Council gefördert.
Über die Fotografin
Rucha Vasumati Satish ist Forscherin, Sozialarbeiterin und Fotografin. Ihr Werk befasst sich mit Geschlechterrollen, Arbeit, finanzieller Gewalt, Kastenzugehörigkeit und strukturell bedingter Ungleichheit in Indien.
Ihr langjähriges Engagement in benachteiligten ländlichen Gemeinschaften ermöglicht es Vasumati Satish, Forschung, Interessenvertretung und visuelles Storytelling zu verbinden, um Lebensrealitäten, Arbeitsalltag und Ungleichheitserfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und kritisch zu hinterfragen.
Durch die Kameralinse lotet sie Fragen von Würde, Fürsorge und Widerstand von Frauen aus. Dabei bringt sie Erfahrungen, Wissen und Handlungsfähigkeit zutage. Ihre Bilder laden dazu ein, sich intensiver mit den oft unsichtbaren gesellschaftlichen Strukturen auseinanderzusetzen, die Ungleichheit hervorbringen und aufrechterhalten. Zugleich schaffen sie Raum für Reflexion, Dialog und gesellschaftlichen Wandel.
Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Disentangling and Preventing Economic Violence against Women (ECOVI) an der Professur für Global Health an der Hochschule für Politik München. Dort verantwortet sie die Umsetzung von Forschungsinterventionen im Feld sowie die Erhebung qualitativer Daten.
Sie besitzt einen Bachelor of Arts in Politikwissenschaft vom Garware College sowie einen Master of Social Work vom Karve Institute of Social Service, das der Savitribai Phule Pune University angegliedert ist. Darüber hinaus hat sie am Karve Institute of Social Service eine Zusatzausbildung im Bereich Gender Studies absolviert.
Mitwirkung
Kuratierung: Rucha Vasumati Satish, Bastian Gruschwitz, Yvonne Holzmeier, Nihar Sapre, Janina Steinert
Forschungsteam: Janina Steinert (Principal Investigator), Ines Böhret, Shruti Shukla, Anushree Dirangane, Aashritha Shrinath, Rucha Vasumati Satish
Unterstützung vor Ort und NGO-Partnerschaften: Youth Aid Foundation in Maharashtra, Swanthana Samithi in Andhra Pradesh, BARC Trust in Rajasthan, Karishma Shaik, Soumyashree Mohanty, Kishori Thakar, Suresh Kumar
Besonderer Dank gilt allen Frauen, die ihre Geschichten geteilt und ihr Einverständnis zur Fotografie gegeben haben. Ihr Vertrauen, ihre Teilnahme und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen, haben diese Ausstellung erst möglich gemacht.
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*Alle Vornamen wurden geändert, um die Anonymität der Teilnehmerinnen zu wahren.