Luise Koch

Email: luise.koch(at)tum.de
Raum: H.202c
Resumé
Forschungsgebiet
Dr. Luise Koch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Global Health. Ihre Forschungsschwerpunkte sind technologiegestützte geschlechtsspezifische Gewalt, geschlechtsspezifische Hassrede und digitale demokratische Partizipation. Ihre Arbeit liegt an der Schnittstelle von globaler Gesundheit, Gender Studies und Social-Media-Forschung. Sie wendet gemischte Methoden an, die computergestützte Sozialwissenschaften, Umfragen, Interviews und systematische Reviews kombinieren.
In ihrer Doktorarbeit an der Technischen Universität München untersuchte sie die psychologischen und politischen Folgen technologiegestützter Gewalt gegen politisch aktive Personen. Ihre Dissertation entwickelt einen Rahmen zum Verständnis alltäglicher geschlechtsspezifischer Gewalt im Internet und analysiert die Verbreitung und Auswirkungen technologiegestützter geschlechtsspezifischer Gewalt in verschiedenen demokratischen Kontexten, darunter Brasilien und Deutschland.
Wissenschaftliche Laufbahn
Sie hat einen doppelten Master of Science in Entwicklungsökonomie von der Universität Göttingen und der Universität Florenz sowie einen Bachelor of Science in Internationaler Wirtschaft von der Eberhard Karls Universität Tübingen, einschließlich eines Austauschsemesters an der Universidade de São Paulo. Während ihres Studiums arbeitete sie als studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entwicklungsökonomie, im Graduiertenkolleg Globalisierung und Entwicklung und am Zentrum für moderne Indienstudien der Universität Göttingen und wirkte an der Entwicklung des Kurses „Ethische und sichere Feldforschung“ mit.
Neben ihrer akademischen Forschung arbeitet sie als Beraterin für die Weltbankgruppe an Projekten zu Geschlechternormen in Unterhaltungsmedien in Indien, Kenia und Nigeria.
Publikationen
Koch L, Ghawi R, Pfeffer J & Steinert JI. Online misogyny against female candidates in the 2022 Brazilian elections: a threat to women’s political representation? Information, Communication & Society. 2025; 1–21.
Koch L, Russo Riva MP, Steinert JI (2025). Technology-Facilitated Gender-Based Violence Against Politically Active Women: A Systematic Review of Psychological and Political Consequences and Women’s Coping Behaviors. Trauma, Violence, & Abuse. 2025; online first.
HateAid, Koch L, Voggenreiter A, Steinert JI. Angegriffen & alleingelassen. Wie sich digitale Gewalt auf politisches Engagement auswirkt. Ein Lagebild. Center for Open Science. 2025; online report.
Koch L, Souza L, Russo Riva MP, Ghawi R. Why do We Need a Territorial Typology of Gender-based Political Violence? An Analysis of the Online and Offline Harms Suffered by Brazilian Female Politicians Defending Territory. In: Munk T & Kennedy M (Eds.): Victimisation in the Digital Age An Online/Offline Continuum Approach. Abingdon-on-Thames: Routledge; 2024. 20 Seiten.
Udupa S, Koch L. Tackling online misogyny in political campaigns: Promise and limitations of artificial intelligence. Feminist Media Studies. 2024; 1-7.
Souza L, Koch L, Russo Riva MP, Leal N. Viewpoint: Protecting Women Politicians from Online Abuse. Political Violence @ A Glance. 2023; blog post.
Souza L, Koch L, Russo Riva MP, Ghawi R. Hate messages received by black and white candidates during the 2022 brazilian elections, and its potential implications. Estudos Eleitorais. 2023; 16(2), 96-98.