Arbeit · Träume · Resilienz
Eine fotografische Reise von Rucha Vasumati Satish

Unaufhörlich in Bewegung und dennoch ungesehen. In ihrer packenden Fotoausstellung nimmt Rucha Vasumati Satish Besucher*innen mit zu den Frauen in den indischen Bundesstaaten Maharashtra, Rajasthan und Andhra Pradesh, die getragen von Stärke, Resilienz und Hoffnung althergebrachten Machtstrukturen widerstehen.
Bhauri* berichtet von ihrer unaufhörlichen Arbeit, Phooli* trägt das Brennholz fürs Abendessen jeden Tag rund sieben Kilometer und Savita* fühlt sich wie in einen kleinen Behälter eingesperrt. – Fotografin Rucha Vasumati Satish eröffnet den Blick in ein System, in dem Frauen trotz Fremdbestimmung, Gewalt und existenzieller Abhängigkeit zu ihrer eigenen Stimme finden.
Dabei erzählt sie die Geschichte einzelner und zugleich vieler Frauen zwischen Verantwortung für den eigenen Haushalt, den Agrarsektor, die gesamte ländliche Wirtschaft und von tief verwurzelten patriarchalen Machtstrukturen.
Die Ausstellung fußt auf Studienergebnissen aus dem Projekt Disentangling and Preventing Economic Violence against Women (ECOVI) der Professur für Global Health an der Hochschule für Politik München, das vor Ort Initiativen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen umsetzt und evaluiert.
Das Projekt wird vom European Research Council gefördert.
*Alle Vornamen wurden geändert, um die Anonymität der Teilnehmerinnen zu wahren.
10.–30. Juni 2026 | Mo–Fr 7.30–22 Uhr
Hochschule für Politik München
Richard-Wagner-Straße 1
80337 München
Über die Fotografin
Rucha Vasumati Satish ist Forscherin, Sozialarbeiterin und Fotografin. Ihre Arbeit befasst sich mit den Themen Gender, Arbeit, wirtschaftliche Gewalt, Kaste und strukturelle Ungleichheiten in Indien. Auf der Grundlage eines langfristigen Engagements mit ländlichen und marginalisierten Gemeinschaften verbindet sie Forschung, Interessenvertretung und visuelles Storytelling, um die gelebten Realitäten von Frauen, ihre alltägliche Arbeit und ihre Erfahrungen mit Ungleichheit zu dokumentieren und zu reflektieren.
Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Disentangling and Preventing Economic Violence against Women" (ECOVI) tätig, das von der Technischen Universität München (TUM) geleitet wird. In dieser Rolle verantwortet sie die Umsetzung von Forschungsinterventionen im Feld sowie die qualitative Datenerhebung. Sie hat einen Bachelor of Arts in Politikwissenschaft vom Garware College in Pune sowie einen Master of Social Work vom Karve Institute of Social Service, das der Savitribai Phule Pune University (SPPU) angegliedert ist. Darüber hinaus hat sie einen Kurs in Gender Studies am Karve Institute of Social Service absolviert.
Durch die Linse ihrer Kamera erkundet ihre Fotografie Fragen der Würde, Fürsorge, Arbeit und des Widerstands, wobei sie die Erfahrungen, das Wissen und die Handlungsmacht von Frauen in den Vordergrund stellt. Ihre Bilder laden zu einer tieferen Auseinandersetzung mit den oft unsichtbaren sozialen Strukturen ein, die Ungleichheit erzeugen und aufrechterhalten, und schaffen gleichzeitig Raum für Reflexion, Dialog und gesellschaftlichen Wandel.
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Fotografie: Rucha Vasumati Satish
Kuration der Ausstellung: Nihar Sapre, Yvonne Holzmeier, Janina Steinert und Rucha Vasumati Satish
Logistische Unterstützung der Ausstellung: Bastian Gruschwitz, Aashritha Shrinath
Vor-Ort-Unterstützung und NGO-Partnerschaften: Youth Aid Foundation in Maharashtra, Swanthana Samithi in Andhra Pradesh, BARC Trust in Rajasthan, Karishma Shaik, Soumyashree Mohanty, Kishori Thakar and Suresh Kumar
Forschungsteam: Prof. Dr. Janina Steinert (Principal Investigator), Ines Böhret, Dr. Shruti Shukla, Anushree Dirangane, and Rucha Vasumati Satish
Besonderer Dank gilt allen Frauen, die ihre Geschichten geteilt und ihr Einverständnis zur Fotografie gegeben haben. Ihr Vertrauen, ihre Teilnahme und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen, haben diese Ausstellung erst möglich gemacht.