Die Studie untersucht die Auswirkungen von Sozialschutzmaßnahmen – darunter Geldtransfers, Sachleistungen (z. B. Lebensmittel oder Gutscheine) bzw. Vermögensübertragungen, öffentliche Beschäftigungsprogramme oder Kinderbetreuungsangebote. Die Autor:innen fassen die Ergebnisse von 93 randomisierten kontrollierten Studien zusammen, die in 45 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen durchgeführt wurden und insgesamt 219.000 Frauen einschlossen. In einer Meta-Regression analysiert das Team, welche Programmtypen Frauen am wirksamsten stärken.
Die Meta-Analyse zeigt:
☑️ Sozialschutzmaßnahmen stärken die wirtschaftliche Empowerment von Frauen signifikant, z. B. durch eine Erhöhung des Vermögens, der Ersparnisse sowie von Einkommen und Ausgaben.
☑️ Sozialschutzmaßnahmen verbessern zudem deutlich die Handlungsfähigkeit (Agency) von Frauen, etwa durch mehr Entscheidungsmacht, höhere Selbstwirksamkeit und eine stärkere politische Mitsprache.
☑️ Die Meta-Regression zeigt, dass konditionale Geldtransfers (bei denen der Erhalt von Geld an Bedingungen wie z. B. regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen für Kinder geknüpft ist) weniger wirksam sind und die Handlungsfähigkeit von Frauen sogar einschränken können.
Die Ergebnisse zeigen klar, dass Investitionen in die Ausweitung von Sozialschutzprogrammen ein wirksames Instrument zur Stärkung von Frauen darstellen.
Der vollständige Open-Access-Artikel ist hier verfügbar:
https://www.nature.com/articles/s41562-025-02394-0
Das zweiseitige Research Briefing ist hier abrufbar:
https://www.nature.com/articles/s41562-025-02395-z