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Prof. Janina Steinert und Team gewinnen den GLOHRA Prize for Global Health Research
Das PREVIO-Projekt evaluiert eine schulbasierte Intervention, die sowohl an Lehrkräfte als auch an Eltern in Tansania gerichtet ist und darauf abzielt, physische und emotionale Gewalt in Erziehungspraktiken in der Schule und zu Hause zu reduzieren. In einer cluster-randomisierten kontrollierten Studie mit 16 Schulen und mehr als 2.600 Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern reduzierte die Intervention gewaltvolle Erziehungsmethoden signifikant und förderte gewaltfreie Einstellungen gegenüber Kindern. Qualitative Interviews und Fokusgruppen bestätigten diese Ergebnisse: Eltern und Lehrkräfte berichteten von nachhaltigen Veränderungen hin zu respektvolleren und konstruktiveren Formen der Erziehung.
Das PREVIO-Projekt zeigt ein starkes Engagement für soziale Nachhaltigkeit auf Grassroots-Ebene, indem die Ergebnisse direkt mit den beteiligten Gemeinden geteilt werden. Das Preisgeld wird die Disseminierung der Projektergebnisse unmittelbar stärken, indem es den Zugang zu den Forschungsergebnissen für die Zielpopulation durch Community-Workshops erweitert. Über das Teilen und Diskutieren der Forschungsergebnisse hinaus dienen diese Veranstaltungen als wichtige Feedback-Foren, die es Mitgliedern der Gemeinden ermöglichen, Einblicke beizutragen, die in geplante Programmanpassungen einfließen werden. Dieser partizipative Ansatz stellt sicher, dass die geplanten Skalierungsaktivitäten des Teams genau von den Menschen mitgestaltet werden, denen sie zugutekommen sollen.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Technischen Universität München, der Universität Bielefeld und dem Dar es Salaam University College of Education (DUCE); auch Dr. Manuela Fritz und Dr. Claudia Schupp sind Teil des Projekts.