Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sowohl weibliche als auch männliche Mitglieder des Europäischen Parlaments mit Hassreden im Internet konfrontiert sind. Bei den weiblichen Befragten ist es jedoch wahrscheinlicher, dass sie bestimmte Formen von Hass, einschließlich sexualisierter verbaler Gewalt, erleben, sich dadurch eingeschüchtert fühlen und ihre Aktivitäten in den sozialen Medien einschränken. Das Thema wird von Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Helena Dalli, der EU-Kommissarin für Gleichstellung, zusammen mit Forscher*innen und Autor*innen diskutiert.
Die Veranstaltung wurde geleitet von der Professur für Global Health (Janina Steinert) und dem Lehrstuhl für Computational Social Science und Big Data (Jürgen Pfeffer) und der S&D and Green / EFA-Fraktion im Europäischen Parlament.
Die beiden Professor*innen leiten das Forschungsprojekt "Understanding, Detecting, and Mitigating Online Misogyny Against Politically Active Women" zusammen mit Professorin für Medienanthropologie Sahana Udupa von der LMU München. Dazu gehört die Analyse kultureller Unterschiede anhand von Fallstudien in Deutschland, Indien und Brasilien. Außerdem wollen sie automatisierte Methoden zur Früherkennung frauenfeindlicher Dynamiken entwickeln.
Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt).
Aktuelles
Prof. Janina Steinert und Luise Koch co-hosten Diskussion über Online-Frauenfeindlichkeit im Europäischen Parlament