Die COVID-19-Pandemie hat die Gesundheit und das Wohlbefinden von LGBT-Personen auf der ganzen Welt stark beeinträchtigt, auch in der Ukraine. Um die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie zu bewerten, führte Alliance for Public Health zusammen mit ECOM - der Eurasian Coalition on Health, Rights, Gender and Sexual Diversity (ECOM) - in Partnerschaft mit nationalen Organisationen in der Ukraine und der TUM School of Social Sciences and Technology der Technischen Universität München eine Studie darüber durch, wie sich COVID-19 auf PrEP-Nutzer in der Ukraine auswirkte. Die Datenerhebung wurde drei Tage vor dem Ausbruch des Krieges und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine abgeschlossen.
40,5 % der Teilnehmer gaben an, in den letzten sechs Monaten (Stand: Februar 2022) eine Form von Gewalt in der Partnerschaft erlebt zu haben. Davon berichteten 12,2 % über Formen von kontrollierendem Verhalten durch einen Sexualpartner, 11,2 % über sexuelle Gewalt, 10,8 % über emotionale und körperliche Gewalt und 9,7 % über wirtschaftliche Gewalt. 7,6 % der Befragten gaben an, dass ihr Sexualpartner sie zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gedrängt hat. Die Mehrheit der von Gewalt in der Partnerschaft Betroffenen gibt an, dass es sich um ein relativ neues Phänomen handelt, das sie noch nie zuvor erlebt haben (z. B. gaben 54,6 % derjenigen, die in den letzten sechs Monaten sexuelle Gewalt erlebt haben, an, dass sie dies noch nie erlebt haben).
Dies könnte darauf hindeuten, dass Gewalt in Paarbeziehungen während der COVID-19-Pandemie sowohl häufiger als auch weiter verbreitet ist.
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Unter den Links können Sie eine Zusammenfassung der Thematik auf Englisch oder Ukrainisch lesen.
PrEP, Präexpositionsprophylaxe, bezieht sich meist auf ein Medikament zur Vorbeugung von HIV/AIDS.