Nikolay Lunchenkov leitete den qualitativen Teil der Studie und führte und überwachte ausführliche Interviews mit Patient*innen, Anbieter*innen und Akteur*innen des öffentlichen Gesundheitswesens. Diese Berichte offenbaren die alltäglichen Realitäten hinter den nationalen Testrichtlinien: Wie Vertrauen, Stigmatisierung, Kommunikation der Anbieter und fragmentierte Dienstleistungsstrukturen beeinflussen, ob ein Test angeboten, angenommen oder durchgeführt wird.
In Verbindung mit den quantitativen Ergebnissen helfen die qualitativen Daten, die Lücken zwischen Politik und Praxis zu erklären. Die Studie zeigt, dass die Inanspruchnahme von Tests nicht nur von der Kapazität des Systems abhängt, sondern auch von den zwischenmenschlichen Begegnungen in den Kliniken. Durch die Kombination methodischer Ansätze bietet die Studie ein realistischeres und umsetzbares Verständnis der primärversorgungsbasierten Tests in Kirgisistan und identifiziert klare Möglichkeiten zur Stärkung integrierter Dienstleistungen.
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