https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abm9825
Wir untersuchen die Heterogenität der COVID-19-Impfstoff-Zögerlichkeit in acht europäischen Ländern. Dabei zeigen sich auffällige Unterschiede zwischen den Ländern, die von 6,4 % der Erwachsenen in Spanien bis zu 61,8 % in Bulgarien reichen, die angeben, unentschlossen zu sein. Wir bewerten experimentell die Wirksamkeit verschiedener Botschaften, die die COVID-19-Impfstoff-Zögerlichkeit verringern sollen. Der Erhalt von Botschaften, die entweder den medizinischen oder den hedonistischen Nutzen der Impfung betonen, erhöht die COVID-19-Impfbereitschaft in Deutschland signifikant, während das Hervorheben von Privilegien, die an den Besitz eines Impfausweises geknüpft sind, die Impfbereitschaft sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich erhöht. In allen anderen Ländern hat keine Botschaft signifikante positive Effekte. Auf maschinellem Lernen basierende Heterogenitätsanalysen zeigen, dass die Behandlungseffekte in Umfeldern mit hoher Verschwörungsgläubigkeit und geringer Gesundheitskompetenz geringer oder sogar negativ sind. Im Gegensatz dazu erhöht das Vertrauen in die Regierung die Behandlungseffekte in einigen Gruppen. Die Heterogenität in Bezug auf das Zögern bei der Impfung und die Reaktion auf verschiedene Botschaften legt nahe, dass die Gesundheitsbehörden einheitliche Impfkampagnen vermeiden sollten.