Die Studie untersucht, ob Mädchen und Jungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) gleiche elterliche Gesundheitsinvestitionen erhalten. Im Fokus stehen fünf zentrale Komponenten der Fürsorge gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation: Stillen, Impfungen, pränatale Vorsorgeuntersuchungen, postnatale Vorsorgeuntersuchungen sowie Gesundheitsausgaben für Kinder. Die Autor*innen synthetisieren Ergebnisse aus 78 Studien aus 55 LMICs, wobei 52 Studien mit über 231 Effektgrößen in die Meta-Analyse eingeschlossen wurden – basierend auf einer kombinierten Stichprobe von knapp 17 Millionen Teilnehmenden. Eine Meta-Regression untersucht, ob das Ausmaß geschlechtsspezifischer Ungleichheit auf Länderebene die beobachteten Unterschiede moderiert.
Die Meta-Analyse zeigt:
Mädchen sind bei frühen Gesundheitsinvestitionen systematisch benachteiligt – darunter beim Stillen, bei Impfungen sowie bei prä- und postnatalen Vorsorgeuntersuchungen – im Vergleich zu Jungen
Geschlechtsspezifische Ungleichheiten sind in Ländern mit höheren Werten auf dem Gender Inequality Index besonders ausgeprägt
Die Geschlechterlücke in der frühkindlichen Versorgung scheint sich im Zeitverlauf zu verringern, was auf allmähliche Fortschritte hindeutet – dennoch bestehen in vielen Regionen nach wie vor erhebliche Ungleichheiten
Bei den Gesundheitsausgaben wurden keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede festgestellt; die begrenzte Evidenzlage macht jedoch weitere Forschung zur innerhäuslichen Ressourcenverteilung erforderlich
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