Luise präsentierte zum ersten Mal Ergebnisse ihrer Systematic Review, die sich auf die psychologischen und politischen Folgen für politisch aktive Frauen konzentriert, die von digitaler Gewalt betroffen sind. Die Forschung beleuchtet die kritischen Herausforderungen, mit denen diese Frauen konfrontiert sind: 81 % der 48 einbezogenen Studien berichteten von psychischen Belastungen aufgrund von Online-Belästigung, und 62 % dokumentierten Veränderungen im politischen Engagement. Diese Ergebnisse verdeutlichen die umfassenderen Implikationen für den demokratischen Diskurs und die soziale Gerechtigkeit.
KI spielt eine entscheidende Rolle bei der Erkennung und Eindämmung von Online-Belästigung, indem sie Muster von missbräuchlichem Verhalten analysiert und Inhalte in Echtzeit moderiert. In Luises Forschungsprojekt konzentriert sie sich auf die Erkennung und das Verständnis von Online-Frauenfeindlichkeit, was eng mit dem Einsatz von KI bei der Erkennung von geschlechtsspezifischer Belästigung zusammenhängt. KI wirkt sich jedoch auch auf die Strukturen von Plattformen aus, da Algorithmen, die die Nutzeraktivität steuern, oft sensationellen oder aufrührerischen Inhalten den Vorrang geben und so unbeabsichtigt Filterblasen und Echokammern schaffen, die missbräuchliches Verhalten verstärken oder normalisieren können. Dies wiederum hat schädliche psychologische und politische Auswirkungen auf die betroffenen Frauen, wie Luises Arbeit gezeigt hat. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, nicht nur die KI-Moderation von Inhalten zu verbessern, sondern auch zu überdenken, wie diese Algorithmen die Online-Umgebung gestalten und zur Verbreitung schädlicher Inhalte beitragen.
Die rein weibliche Teilnehmergruppe war äußerst inspirierend, da jede Frau einzigartige Perspektiven in die Diskussionen einbrachte. Diese Erfahrung verdeutlichte jedoch auch die Notwendigkeit, mehr männliche Forscher in das Gespräch einzubeziehen und zu einer Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion in der KI-Forschung beizutragen.
Die Gruppe beteiligte sich auch an einer wichtigen Diskussion über zukünftige Karrierewege in und außerhalb der Wissenschaft.