Wie kann die Impfbereitschaft erhöht werden? Die Relevanz und Wirkung von Evidenz
Während die Impfbereitschaft in einigen Ländern, wie China oder Brasilien, bei über 80% liegt, beträgt sie in anderen, wie Frankreich oder Deutschland, nur ca. 60-65%. Diese geringe Impfbereitschaft birgt das Risiko, dass trotz vorhandener Impfkapazitäten keine Herdenimmunität erreicht wird und die Corona-Pandemie so weiter andauert.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie die Impfbereitschaft von Impf-Skeptiker*innen und Impf-Gegner*innen erhöht werden kann. Informationen über die Wirksamkeit von Impfstoffen, können Impf-Skeptiker*innen von einer Impfung überzeugen, wenn diese Informationen als vertrauenswürdig bewertet werden. Um das Vertrauen in Informationen zu erhöhen, können Informationssender Evidenz zur Untermauerung der angeführten Informationen anführen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, zu erfassen, welche Form der Evidenz (anekdotische oder statistische) die Impfbereitschaft am stärksten beeinflusst und ob die Herkunft der Evidenz (staatliche oder nicht-staatliche Sender) sowie die Herkunft des Impfstoffes (deutsche, russische oder chinesische Produktionsstätte) die Wirkung der Evidenz moderiert.
Die Ergebnisse des Experiments sollen dazu dienen, den Fortgang der Impfkampagnen in Deutschland und anderen europäischen Staaten zu informieren, insbesondere wenn diese aufgrund von Bedenken seitens Impf-Gegner*innen und -Skeptiker*innen nicht den gewünschten Fortschritt zur Herdenimmunität erzielen.