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Gewalt, Prävention und Resilienz: Studie untersucht die Adhärenz der PrEP-Therapie bei GBMSM in der Ukraine
Die in AIDS and Behavior veröffentlichte Studie analysiert Daten aus einer Online-Umfrage unter 937 PrEP-Anwendern in der Ukraine, die Anfang 2022, nur wenige Tage vor der vollständigen Invasion durch Russland, durchgeführt wurde. Fast 40 Prozent der Teilnehmer gaben an, in den letzten sechs Monaten mindestens eine Form von IPV erlebt zu haben, wobei sexuelle und emotionale Gewalt am häufigsten vorkamen. Trotz der Teilnahme an PrEP-Programmen gaben nur 35,4 Prozent der Befragten an, die Therapie hervorragend oder sehr gut einzuhalten. Als Gründe für versäumte Dosen wurden COVID-19-Beschränkungen, Veränderungen der sexuellen Aktivität, die Anwendung alternativer HIV-Präventionsstrategien wie On-Demand-PrEP sowie gesundheitliche oder psychologische Faktoren genannt. Interessanterweise stellten Nikolay und seine Kolleg*innen fest, dass einige Formen von IPV, insbesondere sexuelle Gewalt und überwachendes oder kontrollierendes Verhalten durch Partner, mit einer höheren PrEP-Einhaltung verbunden waren. Dies könnte darauf hindeuten, dass einige Überlebende PrEP als Schutzstrategie gegen eine HIV-Infektion einsetzen. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, traumainformierte IPV-Screenings und -Unterstützung in PrEP-Programme zu integrieren und flexible HIV-Präventionsdienste zu entwickeln, insbesondere in Zeiten sozialer und politischer Unruhen.
Der Artikel „Intimate Partner Violence Victimisation and HIV PrEP Adherence Among Gay, Bisexual Men, and Other Men Who Have Sex with Men in Ukraine” (Gewalt in Paarbeziehungen und die Einhaltung der HIV-Präexpositionsprophylaxe bei schwulen, bisexuellen Männern und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, in der Ukraine) wurde in der Fachzeitschrift AIDS and Behavior veröffentlicht.