Hintergrund:
Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) sind nach wie vor ein dringendes Problem für die öffentliche Gesundheit weltweit, auch in Indonesien. Trotz der Bedeutung von NCD-Screenings ist die Inanspruchnahme dieser Untersuchungen nach wie vor gering. Um die Screening-Kapazitäten und die Anbindung an die medizinische Versorgung zu verbessern, hat die indonesische Regierung Posbindu ins Leben gerufen, eine gemeindebasierte Initiative, die sich auf die Früherkennung und Prävention von NCDs und deren Risikofaktoren konzentriert und auch in die neue Politik der integrierten primären Gesundheitsversorgung (IPC) integriert wurde. Eine effektive Umsetzung von Posbindu, die auf die Bedürfnisse der Gemeinde zugeschnitten ist, ist wichtig, um die Nutzung sicherzustellen. Ziel dieses Artikels ist es, die Zufriedenheit der Posbindu-Teilnehmer zu messen und Bereiche mit Verbesserungspotenzial zu identifizieren, einschließlich der möglichen Umsetzung in der neuen IPC-Politik Indonesiens.
Forschungsmethode:
Insgesamt wurden 1.263 Teilnehmer aus drei Provinzen Indonesiens rekrutiert, nämlich Zentraljava, Ostjava und Nordsumatra. Ein validierter Fragebogen zur Qualität der Versorgung aus Sicht der Patienten (QUOTE) wurde verwendet, um die Zufriedenheit in fünf Dimensionen zu messen: (1) Verfügbarkeit von Dienstleistungen, (2) Kommunikation und Information, (3) Interaktion zwischen Patienten und Personal sowie Beratung, (4) Infrastruktur und (5) fachliche Kompetenz. Zur Messung des Zufriedenheitsgrades wurde ein Qualitäts-Impact-Score (QIS) berechnet. Chi-Quadrat-Tests wurden in STATA 16.0 durchgeführt, um den QIS nach verschiedenen soziodemografischen Merkmalen zu analysieren und spezifische Bedürfnisse innerhalb der Teilpopulationen hervorzuheben.
Ergebnisse:
Die meisten Befragten waren Frauen (86,4 %) im Alter von 45 bis 59 Jahren mit Abitur-Äquivalent, ohne Berufstätigkeit und mit Wohnsitz in ländlichen Gebieten. Die Teilnehmer waren im Allgemeinen unzufrieden mit der Verfügbarkeit von Dienstleistungen und der Infrastruktur von Posbindu, insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit und ausreichenden Anzahl von Gesundheitspersonal, Geräten für Gesundheitsuntersuchungen und Informationsplakaten zum Thema Gesundheit sowie hinsichtlich der Erreichbarkeit von Posbindu. Der höchste QIS-Wert (3,7) wurde bei der Verfügbarkeit von Gesundheitsuntersuchungen beobachtet. Die stratifizierte Analyse ergab, dass ältere Teilnehmer aus städtischen Gebieten die Notwendigkeit der Verfügbarkeit von Gesundheitsuntersuchungen und einer ausreichenden Anzahl von Gesundheitsfachkräften betonten, während Teilnehmer aus ländlichen Gebieten mit geringerem Bildungsniveau über unzureichende Gesundheitsinformationsmaterialien berichteten.
Schlussfolgerung:
Die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit der Dienstleistungen und der Infrastruktur von Posbindu ist nach wie vor unzureichend. Um die Verfügbarkeit der Dienstleistungen zu verbessern, ist es wichtig, für eine ausreichende Zahl von Gesundheitsfachkräften oder -kadern zu sorgen und die Infrastruktur durch die Bereitstellung von Geräten für Gesundheitsuntersuchungen und Materialien zur Gesundheitsaufklärung zu verbessern. Der Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen für nichtübertragbare Krankheiten kann auch durch die Integration von Posbindu in bestehende gemeindebasierte Aktivitäten verbessert werden.
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