„Bringing Politics and Technology together“ bedeutet für die Hochschule für Politik München, sich den politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und technischen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts anzunehmen. Dazu bedarf es zukunftsorientierter, transdisziplinärer und anwendungsbezogener Forschungsansätze, die vor den vermeintlichen Grenzen der eigenen Fachrichtung nicht Halt machen. Die Nähe zur neuen Trägeruniversität, der Technischen Universität München, ermöglicht es der Hochschule für Politik München, sich den Auswirkungen des technologischen Fortschritts und dessen Einfluss auf die Politik mit einem universitär einzigartigen Forschungskonzept zu stellen.

Die Entwicklung technischer Normen und die Rolle solcher Standards in internationalen Produkt- und Finanzmärkten, im Gesundheitswesen und im Verbraucherschutz ist Gegenstand der Forschung des Lehrstuhls für International Relations. Politische Aspekte internationaler Wirtschaftsbeziehungen – insbesondere Wettbewerbspolitik und Direktinvestitionen – aber auch die Möglichkeiten und Grenzen nicht-staatlicher Entwicklungshilfe bilden weitere Schwerpunkte.

Der Lehrstuhl für European and Global Governance untersucht Ursachen und Konsequenzen von Kompetenzübertragungen an Internationale Organisationen (Ermächtigungs- und Entmächtigungsprozesse), Transparenz und Rechenschaftspflicht in Global Economic Governance-Prozessen sowie alte und neue Strukturen der Global Governance. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle der EU als Akteur in der Internationalen Politik sowie Desintegrationsdynamiken in internationalen Organisationen.

Mit der Professur Political Data Science werden Politikwissenschaft und Data Science miteinander verbunden, um die digitale Revolution und ihre Auswirkungen auf Bereiche des gesellschaftlichen Lebens mit den Methoden der Data Science analysieren zu können. Algorithmen, Data Mining und Big Data sind jedoch nicht nur methodische Hilfsmittel, sondern stellen  auch selbst höchst politische Phänomene dar, die aus politikwissenschaftlicher Perspektive untersucht werden können.

Die Professur für Political Philosophy and Theory arbeitet an der Schnittstelle von politischer Philosophie und Ökonomie. Sie beschäftigt sich mit Fragen der sozialen und strukturellen Gerechtigkeit im Rahmen des nationalen und internationalen Finanzsystems und ethischen Anforderungen an die Kultur von Organisationen, insbesondere auch in Bezug auf die Verantwortung beim Wissensmanagement in komplexen Systemen.

Die Professur für Computational Social Science and Big Data befasst sich mit den Auswirkungen großer dynamischer sozialer, politischer und wirtschaftlicher Systeme  auf Social Media, öffentliche Meinungsbildungsprozesse oder politische Entscheidungsprozesse. Dabei sollen neue methodische Zugänge entwickelt und bereits Bestehende bei Bedarf optimiert werden, um  eine weitreichendere Analyse von Struktur und Dynamik großer Netzwerke zu ermöglichen.

Der Lehrstuhl für Environmental and Climate Policy befasst sich mit umweltpolitischer Governance und vergleicht die Umweltpolitik Deutschlands, der EU, der USA und Ostasiens, um daraus mögliche Strategien für nationale und internationale Innovations-, Forschungs- und Umweltpolitik abzuleiten.

Die Professur Policy Analysis beschäftigt sich mit den Herausforderungen nachhaltiger Politikgestaltung auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene, vergleichend angelegter Politikfeldanalysen in den Feldern Wirtschafts-, Bildungs-, Forschungs-, Umwelt- und Energiepolitik, Regimevergleiche zwischen Demokratien und Autokratien, sowie neuen Formen und Instrumenten politischer Steuerung.