Neues Forschungsprojekt: Learning from the “Frontrunner”? A Multidisciplinary Analysis of the Chinese Social Credit System and its Impact on Germany


Chinas Sozialkreditsystem (SKS) ist ein System unterstützt von künstlicher Intelligenz, das darauf abzielt, moralisches Verhalten, finanzielle Verlässlichkeit und soziale Kontrolle zu verbessern. Es ist eines der bedeutendsten Beispiele für radikale digitale Innovation und der bisher größte Versuch der Nutzung von Social Engineering. Seine Auswirkungen gehen über China hinaus, da es ausländische Unternehmen und Privatpersonen betrifft, die in China tätig sind - auch solche aus Deutschland und Bayern. Vor diesem Hintergrund untersucht dieses interdisziplinäre Projekt, welche Chancen und Risiken sich aus der digitalen Transformation Chinas (durch sein SKS) ergeben und welche Auswirkungen diese auf Deutschland und die bayerische Regierung, ihre Unternehmen und Gesellschaft hat. Dabei stützen wir uns auf die Expertise des Teams bezüglich der technischen Struktur des SKS aus der Informatik-Perspektive, der Zusammenarbeit und des Wettbewerbs zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht, sowie der Auswirkungen des SKS auf Global Governance und Diffusionsprozesse aus dem politikwissenschaftlichen Blickwinkel.

Antragssteller

  • Prof. Dr. Eugénia da Conceição-Heldt, TU München, Lehrstuhl für European and Global Governance, Hochschule für Politik München
  • Prof. Dr. Doris Fischer, China Business and Economics, Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Jens Großklags, TU München, Professur für Cyber Trust

gefördert durch: Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt).